Der göttliche Code

Isa Denison:

Der göttliche Code

Die Rätsel um Erschaffung und Evolution der Menschheit – aus dem Code der Edda-Runen entschlüsselt.

Leseprobe

Die Entschlüsselung

Auszug aus dem Kapitel »Die Entschlüsselung«

Am Beginn meiner Runenforschung hatte ich nur erfahren wollen, aus welcher Zeit die Runen stammen. Ich hatte nicht erwartet, in ihnen den Code unserer Evolution zu finden. Nachdem ich ihn jedoch für die Vergangenheit entschlüsselt hatte, war es mir möglich, diesen Code auch auf die Zukunft anzuwenden. Denn Runen erzählen nicht nur unsere bisherige Geschichte, sie schildern ebenso den göttlichen Plan für den weiteren Weg der Menschheit.

Nach diesem Plan haben wir allen Unkenrufen zum Trotz eine großartige Zukunft vor uns, wenn wir unseren begrenzenden Glauben an die Materie überwinden und unser spirituelles Bewusstsein entfalten. Viele Physiker sind heute diesem Bewusstsein näher als andere Menschen, weil sie inzwischen wissen, dass Materie Energie oder Licht in verdichteter Form ist. Und dass es außer Energie nichts gibt. Ihr Ursprung sei Liebe, sagt Odin:

»DiE LIEBE IST IM GANZEN WELTALL DAS WICHTIGSTE. DENN OHNE SIE GIBT ES KEIN LICHT, KEINE WÄRME, NICHTS. OHNE LIEBE IST AUCH DIE MATERIE TOT.«

[...] Die Runen zeigen die kosmischen Gesetze, die uns helfen, unser Evolutionsziel zu finden. Wir erkennen aus ihnen, welche Rolle uns im Plan der Schöpfung zugedacht ist und wo wir heute stehen. Indem wir den Runen folgen, finden wir die Spur der Schöpfung und lernen deren Chronologie kennen.

Auf unserem Wege sind wir, wie Odin sagt, nicht alleine, wir haben alle Hilfe, die wir brauchen, denn wir sind immer mit unserer göttlichen Quelle verbunden, auch wenn wir das nicht wahrnehmen: »ALLES IST EINS, ES GIBT KEINE TRENNUNG.«

Die Tragweite dieser Worte wurde mir erst bewusst, als ich erkannte, dass die Informationen, die wir von Odin bekamen, dazu geeignet sind, die großen Religionen dieser Erde zu versöhnen, denn alle Religionen stammen aus derselben Quelle. Ihre Unterschiede sind lediglich Spiegelungen des Bewusstseinsstandes von uns Menschen.

Die Runen zeigen die acht Zeitalter vom Beginn der Zeit bis zum Ende der Zeit auf. Üblicherweise können wir uns kaum eine Vorstellung vom Verlauf dieser Zeitalter machen. Doch Schritt für Schritt führten die Fragen an Odin zur Lösung dieses Rätsels – ein spannender Prozess, an dem die Leserin und der Leser von Anfang an teilnehmen. Odins Aussagen zur Evolution waren stets voller Überraschungen. [...]

Eine Überraschung beeindruckte uns mehr als alle anderen: Nur langsam begriffen wir, wer Odin in Wirklichkeit ist – heute ist. Davon berichte ich im nächsten Kapitel.

(S. 20-21)

Von Odin zu Odis

Auszug aus dem Kapitel »Von Odin zu Odis«

[...] So erkannten wir ganz langsam, dass unser humorvoller nordischer Gott Odin eine Energie ist, die heute so wirksam ist wie eh und je und keineswegs der Vergangenheit angehört. Dennoch erlebten wir die Erkenntnis, mit wem wir es in Wirklichkeit zu tun haben, wie zwei Paukenschläge. Ich hatte mich bei der Erforschung des Runenmoduls bemüht, die richtige Bedeutung des untersten Punktes zu finden. Odin bestätigte eine meiner Ideen: Dieser Punkt ist der Punkt des Willens.

In der Rune Odins ist dieser Punkt nicht vorhanden. Ich scherzte: »Odin, wie ist das mit Dir, brauchst Du keinen Willen?« – »NEIN«, antwortete er, »ICH BIN DER WILLE. UND AUCH DIE VERSCHMELZUNG ALLER POLE. HAST DU ES BEGRIFFEN?«

Auf dem Tonbandmitschnitt höre ich, dass ich eine ganze Weile lang sprachlos war. Alice kommentierte: »Er weiß, was er ist.« Doch wir hatten es immer noch nicht erfasst und brauchten eine weitere Fragerunde.

Dazu musste ich erst einem anderen Rätsel auf die Spur kommen: Die Nordische Mythologie spricht von Vanengöttern, die von Asengöttern abgelöst wurden. Odin ist als Asengott bekannt. Odins Großvater war Buri, der erste Gott, den es überhaupt gab. Zwischen Buri und Odin war scheinbar kein Platz für die Vanengötter. Woher kamen sie, was zeichnete sie aus? Ihre erste Silbe VA erinnerte mich an die erste Rune, die FA heißt und von der ich inzwischen wusste, dass sie Feuer bedeutet. Außerdem fiel mir ein, dass diese Silbe auch in Jehovas Namen vorkommt.

Plötzlich hatte ich die Intuition, die Silbe FA könnte ein Hinweis auf den Wirkungsbereich der Götter sein. So fragte ich Odin: »Ist Jehova ein Vanengott, der mit Feuer wirkte?« – »JA«, antwortete er. Und zu meiner totalen Überraschung fügte er hinzu: »ER WAR MEIN VORGÄNGER.«

So wie Jehova zur Zeit des Alten Testaments der führende Gott war, ist die Energie, die wir unter dem Namen Odin kennen, seit der Zeitenwende der leitende Gott der Menschheit.

Mit einem Schlage waren zwei Rätsel gelöst – das Rätsel um Vanen- und Asengötter und das Rätsel um Jehova.

Vanen und Asen sind also dasselbe. Als Vanen arbeiteten sie unter der Leitung von Jehova mit dem Element Feuer, das in seiner geistigen Bedeutung für Schöpferkraft steht, und als Asen arbeiten sie heute unter der Leitung von Odin mit Luft, spirituell gesehen ein Synonym für Geist.

Jehova hatte ich aus der Bibel als strengen Gott in Erinnerung. Doch Odin erklärt dazu: »NEIN, DIE MENSCHEN STELLTEN IHN SO DAR. IN WIRKLICHKEIT WAR ER EIN GENAUSO GERECHTER GOTT WIE ICH. DIE MENSCHEN WOLLTEN IHREN STRAFENDEN GOTT, DESHALB MACHTEN SIE IHN DAZU.« [...]

Ich überlegte, ob Götter wie Jehova und Odin Einzelwesen seien. »WER SAGT DIR DENN, DASS ICH EINE EIGENSTÄNDIGE PERSÖNLICHKEIT SEI?« erwiderte er auf meine Frage. »ES GEHT UM ENTWICKLUNGSSTUFEN. AUCH JEHOVA UND ICH SIND ENTWICKLUNGSSTUFEN, EBENSO WIE BURI UND BÖR.« [...]

Ich fragte Odin, wie weit sein Zuständigkeitsbereich gehe: ob er auf die Erde beschränkt sei oder unsere Galaxie miteinbeziehe. »ZUSTÄNDIGKEIT IST NICHT DAS RICHTIGE WORT. ICH WÜRDE DIR VORSCHLAGEN: WIRKUNGSMÖGLICHKEIT. ZUSTÄNDIGKEIT KLINGT SO STRENG. SO STRENG DEUTSCH.« Wir lachten wieder von Herzen. »MEHRERE GALAXIEN. FÜR EUCH GEHT ES IN DIE UNENDLICHKEIT. ICH BIN IM MOMENT DER HERR DIESER WELT UND HABE DIESE MENSCHHEIT ZU FÜHREN. NACH BEENDIGUNG MEINES DIENSTES WERDE ICH IN EIN ANDERES UNIVERSUM GEHEN DÜRFEN.«

Alice kommentierte: »Jetzt wissen wir, mit wem wir es zu tun haben.« Obwohl ich mir Gott nie als guten Mann mit Bart vorgestellt hatte, war es mir ein Bedürfnis, mir jetzt eine klarere Vorstellung darüber zu bilden, was die Energie, die wir Gott nennen, ist.

Wieder versuchte ich, in der Nordischen Mythologie Anhaltspunkte zu finden. Dort las ich, die Asengötter seien täglich nach Asgard, ihrer Götterburg, geritten. Nur Thor, Odins Sohn, ging zu Fuß. Warum, fragte ich Odin, ging Thor zu Fuß? »WEIL ICH IHN TRUG.« Also dachte ich, Odin sei ein Medium, das den gesamten Raum erfüllt, und fragte, ob er das grundsätzliche Bewusstsein im Kosmos sei. Seine Antwort war: »JA.« Später kamen mir Zweifel, und ich fragte, ob er die universelle Seele des Kosmos sei. »AUCH. DU KANNST MICH NENNEN, WIE DU WILLST, ES IST IMMER RICHTIG.«

Auf typisch menschliche Art wollte ich es genauer wissen, worauf er mich fragte: »HILFT DIR DER BEGRIFF DES GROSSEN GEISTES DER INDIANER WEITER? ODER DES ALL-EINS-SEINS, ALSO DES MIT-ALLEM-EIN-SEINS? UND SO IST ES DOCH«, sagte er. »ICH BIN ALLES, ES GIBT KEINE TRENNUNG.«

Damit macht er uns klar, dass wir, wenn wir einteilen und nur die Einzelteile zu verstehen versuchen, die Wahrheit schon verfälschen. Ich glaube, wir kämen weiter, wenn wir, weil wir das Einteilen offensichtlich nicht lassen wollen, uns immer zutiefst bewusst machen, dass die Einzelteile in erster Linie Teile eines Ganzen sind. Und wenn wir die Einzelteile erforscht haben, dürfen wir erkennen, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Einzelteile. Auch uns selbst sollten wir nicht als abgesondertes Einzelteil betrachten – in Odins Verständnis sind auch wir Teile von ihm. [...]

(S. 23-26)

PS: Später nannte er uns noch seinen Namen als leitender Gott der Menschheit: ODIS.

Die Evolution und die gestörte Kommunikation

Auszug aus dem Kapitel »Die Evolution und die gestörte Kommunikation«

Große Aufregung: Loki schnitt der Sif hinterlistig die goldenen Haare ab. Wieder einmal musste Thor drohen, er werde Loki alle Knochen zerschlagen, wenn dieser nicht versprechen würde, wieder goldene Haare für Sif zu beschaffen. Denn Sif ist Thors Frau. Und Thor ist der höchste Gott nach Odin.

So begann ein langes Drama in der Nordischen Mythologie. Als ich zum ersten Mal davon hörte, konnte ich die allgemeine Erregung nicht nachvollziehen, denn immerhin ließ Loki beim Schmied Völundr neue goldene Haare für Sif herstellen, nachdem Thor ihn derart verwarnt hatte. Loki ist der böse Geist, der unaufhörlich Streit stiftet, sich boshaft über alle lustig macht und überall Schaden anrichtet. Mich wunderte nur, dass die Götter ihn dennoch bei sich duldeten. Seltsam, sogar der strenge und unbeirrbare Thor nahm ihn mit auf seine zahlreichen ›Ostfahrten‹. Loki konnte es sich sogar leisten, Thor vor anderen lächerlich zu machen. Dabei fürchtete Loki nichts und niemanden so sehr wie Thor.

In der Mythologie ist Thor der Sohn Odins. Mir war bald klar geworden, dass die zweite und dritte Rune im Runen-Futhork die beiden höchsten Prinzipien repräsentieren: Licht und Liebe – UR und THOR. UR ist das göttliche Licht auf der Erde, THOR ist der Aspekt Gottes, der die Liebe auf der Erde und in den Menschen bewirkt. Er kam immer wieder auf die Erde, um die Menschen zu lehren und ihnen zu helfen, Liebe zu entwickeln. Wir kennen ihn am besten aus seiner Inkarnation als Christus. Damals, vor zweitausend Jahren, sagte er über sich: »Niemand kommt zum Vater ausser durch mich.« Das war Thor, das Tor zu Gott! Die frühen Christen kannten offenbar diesen Zusammenhang, denn sie gaben Christus das Zeichen Thors. [...]

Die zweite Rune, UR, stellt das göttliche Licht dar. Eine Zeitlang hatte ich die Vermutung, sie stehe zusätzlich für Luzifer. ODIS lehnte diesen Gedanken jedoch strikt ab. Es war das einzige Mal, dass ich einen Hauch von Widerwillen bei ihm wahrnehmen konnte. Nicht einmal den Namen Luzifer wollte er mit den Runen verbunden wissen. »DU KÖNNTEST EINE ANDERE BEZEICHNUNG ALS LUZIFER WÄHLEN«, schlug er vor.

Alice kommentierte: »Anscheinend gefällt ihm das Wort Luzifer nicht.« Meine Frage, ob ihm Loki besser gefalle, bejahte er: »JA, LOKI GEFÄLLT MIR BESSER, VOR ALLEM, WEIL LOKI ETWAS ANDERES BEDEUTET.« Doch daraus konnte ich keine Erkenntnisse gewinnen, weil ich nicht wusste, was Luzifer und Loki wirklich sind und worin sie sich unterscheiden. [...]

Da las ich eine seltsame Geschichte in der Nordischen Mythologie: Durch das Verschulden Lokis konnte der Riese Thiassi die Asengöttin Idun rauben und verschleppen. Idun war jedoch im Besitz der goldenen Äpfel, ohne die die Asengötter altern würden. Also bedrohten die Götter Loki wieder einmal mit dem Tode, falls er Idun nicht zurückbringen würde. Loki gehorchte, doch nun wollte sich der Riese Thiassi bei den Asengöttern für den Verlust von Idun rächen, so dass die Götter Thiassi töteten.

Hierfür verlangte wiederum die Tochter Thiassis Rache, und um sie zu beschwichtigen, kamen die Götter ihren Forderungen nach. Zuvorderst wollte sie sich einen Gemahl unter den Asengöttern auswählen dürfen – sie wählte den mit den schönsten Füßen, denn nur diese durfte sie bei ihrer Wahl sehen. Ihre zweite Bedingung war, dass die Götter sie zum Lachen bringen sollten.

Doch hier scheiterten die Götter. Nur einem gelang es: Loki. Er konnte offensichtlich einen lustigen Gedanken wirksamer vermitteln als die Götter. Möglicherweise war es auch ganz anders gewesen, überlegte ich. Vielleicht konnte er die Gedankenvermittlung stören?

In diesem Moment verstand ich: Wenn Loki immer dabei sein musste, obwohl die Götter nicht gut mit ihm standen, und wenn sie ihn sogar brauchten, um jemanden zum Lachen zu bringen ... dann ist Loki kein Wesen, sondern ein unverzichtbares System, das auf ganz natürliche Weise immer anwesend ist. Also ein System, das für den Austausch von Gedanken und Gefühlen notwendig ist: Loki ist ein ›Kommunikationssystem‹.

Meine Intuition war richtig, ODIS bestätigte sie: Luzifer und Loki hatten die Aufgabe, den Fluss von Gedanken und Gefühlen zu leiten. Luzifer und Loki sind Teile des ursprünglichen Lichtes, dessen sich auch die Götter für den Informationsfluss bedienen. Licht als Informationsträger konnte ich mir vorstellen. [...]

Als ›Licht‹ werden auch Schwingungen bezeichnet, die für uns nicht mehr sichtbar sind und die sich entlang der Akafäden ausbreiten. Die Akafäden, über die ich in diesem Kapitel noch viel berichten werde, bilden ein unbeschreiblich großes Netzwerk, das alle Menschen und alle Götter miteinander verbindet. Über dieses Netzwerk von Akafäden teilen sich unsere Gedanken und Gefühle dem ganzen Kosmos mit.

In vielen denkwürdigen Fragestunden mit ODIS erhellten sich nach und nach die Geschehnisse um Luzifer und Loki, so dass ich sie in eine Chronologie bringen konnte. Einige der verworrenen, unverständlichen Geschichten der Nordischen Mythe bekamen eine Klarheit, die auch der Kontrolle durch den Intellekt standhielt. Das befriedigt mich immer noch, obwohl ich weiß, dass unser Intellekt angesichts der unfassbar großartigen spirituellen Welt ein nur sehr beschränkt einsatzfähiges Instrument ist.

(S. 85-88)

Das vergessene ›Zeitalter‹: die göttliche Weiblichkeit

Auszüge aus dem Kapitel »RIT, das vergessene ›Zeitalter‹ – die göttliche Weiblichkeit«

Adam und Eva gab es wirklich. Aber ihre Erschaffung war viel interessanter und spannender, als die Nordische Mythe und die Bibel berichten.

In der Edda lesen wir: »Bis drei Asen aus dieser Schar, stark und gnädig, zum Strand kamen: sie fanden am Land, ledig der Kraft, Ask und Embla, ohne Schicksal. Nicht hatten sie Seele, nicht hatten sie Sinn, nicht Lebenswärme noch lichte Farbe; Seele gab Odin, Sinn gab Hönir, Leben gab Lodur und lichte Farbe.«

In der Bibel klingt die Erschaffung der Menschen so: »Da bildete Gott, der Herr, den Menschen aus dem Staub der Ackerscholle und blies in seine Nase den Odem des Lebens; so ward der Mensch zu einem lebendigen Wesen.«

Ich glaubte weder der Edda noch der Bibel. Und als ich ODIS zum ersten Mal auf diese Mythen ansprach, lachte er und bemerkte nur kurz: »WIR HABEN UNS DOCH ETWAS MODERNERER METHODEN BEDIENT.«

Mehr war vorerst nicht von ihm zu erfahren, und so ging ich wieder allein auf die Suche. Dabei führte ich mir immer wieder vor Augen, in welchem Zustand die Erde zu Beginn des Zeitalters von RIT gewesen war. Wenigstens wusste ich von ODIS, dass unser Sonnensystem und unsere Erdkugel existierten. Die Elemente Luft, Feuer, Wasser und Erde waren vorhanden. Pflanzen und Tiere entwickelten sich, Menschen gab es anfangs noch nicht. [...]


Die Erde sollte, wie ODIS es ausdrückte, ein Ort der Einheit, des Einsseins mit dem Urschöpfer sein. Sie war als Ort der Liebe geplant und sollte der intergalaktischen Kommunikation dienen.

Als Träger des gesamten Wissens wäre Luzifer für die Kommunikation zuständig gewesen. Doch er war ›gefallen‹, und um den lokalen Informationsaustausch auf der Erde aufrechterhalten zu können, ließen die Götter Loki zu. Loki ist ein Teil des gefallenen Luzifers und dient seither als lokales Kommunikationssystem auf der Erde. [...]


Die einzigen Wesenheiten, die am Beginn des Zeitalters von RIT bereits vollständig im Bewusstsein der Dualität lebten, waren Luzifer und Loki. Loki trieb sein Unwesen auf der Erde, und Luzifer ging, wie die Anderswelt-Mythen berichten, mit all seinem Wissen als ›schlafendes Bewusstsein‹ in die Erde ein. [...]

Leider blieb Luzifer nicht untätig. Wir können fast selbst nachvollziehen, welches Ziel er als nächstes anstrebte. Die Kommunikation hatte er gestört, die Liebe hatte Loki vereitelt – blieb nur noch, alles Leben auf der Erde von den Schöpfergöttern zu trennen. Also plante Luzifer, die ganze Erde aus dem Einssein mit Gott in die Dualität zu führen.

Dies zu verhindern war selbst für die Götter nicht einfach. Die fehlende Kommunikation und die Trennung der Erde von der Liebe waren gewaltige Hindernisse. Scheinbar eine ausweglose Situation – doch nicht für Jehova und Odin. Luzifer mag noch so mächtig gewesen sein, die Schöpfergötter waren immer weiser. Sie entwickelten eine Strategie, die das Vorhaben Luzifers nicht bekämpfte, sondern umwandelte. Sie ließen die Dualität, die Luzifer auf die Erde zu bringen gewillt war, zu, jedoch nur, um sie nach ihren eigenen Vorstellungen zu überwinden.

Dazu brauchten sie verständlicherweise etwas wirklich Großartiges, etwas, das ihnen selbst entsprach und in Luzifers Einflussbereich auf der Erde leben konnte. Sie brauchten vollkommen neue Wesen. Es mussten Wesen sein, die sich in der Materie zurechtfänden und dennoch das Potential der Götter besäßen: Menschen. Ein Stück Ackerscholle, auch wenn Odin ihm den Odem des Lebens eingehaucht hätte, hätte nie und nimmer genügt.

Der Plan der Götter war gewaltig: Um Luzifers Vorhaben zu vereiteln, mussten sie bereits vor Beginn der linearen Zeit und vor Beginn der Dualität Menschen auf die Erde bringen. Eine derart vorausschauende Konzeption beeindruckte mich über alle Maßen.

Das Ziel der Götter ist also die Überwindung der Dualität und der linearen Zeit mit Hilfe der Menschen. Die lineare Zeit, so wie wir sie heute verstehen, begann laut ODIS vor etwa 50 Millionen Jahren. Und bereits davor begann die menschliche Evolution. Welch grandiose, bewundernswerte Planung!

Ich staunte auch über die Art und Weise, wie die Götter ihr Ziel zu erreichen planten. Voraussetzung zur Überwindung der Dualität ist Liebe und Einssein mit Gott. Also helfen sie uns, die Liebe in uns zum Erwachen zu bringen. Nur so werden wir einmal in der Lage sein, uns selbst aus der Dualität zu befreien – und uns wieder mit der göttlichen Ebene zu verbinden. Dann empfangen wir unsere Informationen direkt und brauchen kein äußeres Kommunikationssystem mehr. Das bedeutet, dass wir Luzifer und Loki überflüssig machen werden. Und wir werden davon einmal selbst den größten Gewinn haben. [...]


Die Erschaffung der Menschen war ein so bedeutendes und großartiges Vorhaben, dass die Schöpfergötter nur das Höchste einbringen konnten: sich selbst. Jehova und Odin begaben sich selbst auf die Erde in physische Körper – als erste Menschen. Damit schufen sie die optimale Basis für die Menschheit und die Voraussetzung dafür, dass ihr gewaltiger Plan einmal gelingen wird – die Dualität und damit Luzifer mit Hilfe der Menschen zu überwinden. Wahrhaftig ein ›Coup‹ der Götter!


(S. 167; 170; 173-174; 175)