LeseprobeDer spirituelle Weg Leseprobe aus Kapitel 2 (S. 15/16): Esoterik kann sich auf rein intellektuelles Wissen aus Büchern beschränken, wobei das Gelernte nicht immer aus dem Herzen heraus im Alltag umgesetzt wird. Die Spiritualität geht hier weiter: aufbauend auf dem esoterischen Wissen, versucht sie, dessen Prinzipien und Gesetze im Alltag anzuwenden. Darin sehe ich den wesentlichen Unterschied zwischen Esoterik und Spiritualität. Esoterik bildet somit die Grundlage, das Fundament der spirituellen Praxis. In diesem Sinne bedeutet Spiritualität eine bewußte Lebenshaltung oder Lebensphilosophie mit dem Ziel, das Bewußtsein über das Alltagsbewußtsein hinaus in Richtung eines göttlichen, allumfassenden Überbewußtseins zu entwickeln. Das vorliegende Buch setzt den Schwerpunkt auf diese praktische Umsetzung. So vereint es Theorie und Praxis und wird dadurch zur echten Lebenshilfe. Spiritualität kann nicht einfach gelernt, sie muß erfahren und gelebt werden. Um diese Erfahrungen zu unterstützen, will dieses Buch zwei wichtige Fundamente setzen: das notwendige Grundwissen vermitteln und Methoden der praktischen Anwendung aufzeigen. Der Leser wird dabei immer wieder aufgefordert, selbständig zu denken, selbständig zu unterscheiden, um dann eigenverantwortlich entscheiden, auswählen und handeln zu können. Geistige Gesetze Leseprobe aus Kapitel 4 (S. 75/76): Die ganze Schöpfung, das ganze Universum befindet sich in einer dauernden Bewegung und Entwicklung, die von einer inneren Ordnung durchströmt ist. Diese innere Ordnung beruht auf den geistigen Gesetzen (andere dafür verwendete Bezeichnungen sind «Gesetze Gottes», «spirituelle Gesetze», «höhere Gesetze», «Naturgesetze»), die das Fundament für Ordnung, Struktur, Bewegung und Entwicklung der Schöpfung bilden. Oder anders ausgedrückt: Das Universum ist ein Kosmos, eine geordnete Einheit. [...] Unser ganzes Leben wird durch diese geistigen Gesetze bestimmt, egal ob wir sie kennen oder uns unbewußt von ihnen führen lassen. Wo und auf welche Weise können wir nun diese Gesetze beobachten und erfahren? Dazu haben wir verschiedene Lehrmeister: • unser eigenes Leben Unser Leben gleicht einer Schule, in der wir die Lektionen des Universums lernen können. Sind wir wach und aufmerksam, lernen wir schneller; ist unser Bewußtsein noch wenig entwickelt, dauert es länger. Es steht uns frei zu entscheiden, wie rasch wir vorangehen und welchen Weg wir einschlagen wollen. Der Lerninhalt ist das Leben selbst. Es bringt die spirituellen Gesetze direkt zum Ausdruck. An einigen Beispielen werden Sie dies unmittelbar erkennen: Ohne Liebe ist Leben nicht denkbar (Gesetz der Liebe). Jeder Mensch erfährt die Liebe in ihren verschiedensten Formen und in unterschiedlichsten Situationen, sei es als pubertäre Verliebtheit, als Elternliebe, als reife Beziehung oder als bedingungslose Liebe. Gesundheit verstehen wir besser, wenn wir auch Krankheit erlebt haben (Gesetz der Polarität). So ergänzen sich in ihrer Polarität auch Freude und Trauer, Einsamkeit und Beziehung, Ausgeschlossensein und soziale Integration, Hoffnung und Erfüllung, Haß und Liebe, Krieg und Frieden. Einatmen und Ausatmen, Wachsein und Schlaf zeigen uns weiter das Prinzip des Rhythmusgesetzes. Spiritualität im Alltag gelebt Leseprobe aus Kapitel 6 (S. 119-139): «Ich höre etwas und vergesse es. Volksweisheiten wie das obige chinesische Sprichwort sind Quellen alten Wissens und tiefer Wahrheiten. Hermes Trismegistos drückt die Bedeutung der praktischen Umsetzung von Wissen einfach und prägnant aus: Ungelebtes Wissen ist Ballast. [...] Der moderne Alltag stellt für den geistig-spirituell orientierten Menschen zunehmend eine größere Herausforderung dar. In unserem modernen, konsumorientierten Leben werden wir rund um die Uhr von einer unglaublichen Fülle von Bildern und Informationen überschwemmt und abgelenkt. Radio, Fernsehen, Presse, Werbung, das Internet, kulturelle, sportliche und politische Veranstaltungen berieseln uns, ob wir es nun bewußt wahrnehmen oder nicht. Ist unser Verhalten gegenüber dieser Flutwelle passiv, ergeben sich daraus drei Konsequenzen: • Wir vermögen diese Informationen mengenmäßig nicht mehr zu verarbeiten. Gott schenkt uns jeden Tag 24 Stunden. Sie allein entscheiden, ob Sie Ihre Zeit vertrödeln oder sinnvoll einsetzen. Sie organisieren und gestalten Ihr Leben nach Ihrem Gutdünken. Entscheiden Sie sich für einen spirituellen Weg, so müssen Sie lernen zu agieren, anstatt zu reagieren. Damit meine ich, daß Sie das Zepter ihres Leben bewußt in die eigene Hand nehmen. So lassen Sie sich immer weniger von den äußeren Ereignissen beeinflussen, die unaufhörlich auf uns einwirken. Sie mögen empört einwenden, daß Sie das schon lange tun. Tun Sie das auch wirklich mit aller Konsequenz? [...] Das alte Sprichwort «Übung macht den Meister» gilt auch für den spirituellen Alltag; denn es fallen tatsächlich nur wenige Meister vom Himmel. Auf die Frage, wie oft geübt werden soll, gibt es ebenso viele Antworten wie Menschen. Gelebte Spiritualität ist eine sehr persönliche Angelegenheit. [...] Ich bin der Meinung, es gibt keine allgemeingültigen Richtlinien für das Üben. Dennoch messe ich der Regelmäßigkeit eine große Bedeutung zu. Dabei scheint es mir wirkungsvoller, sich jeden Tag bewußt vielleicht nur 10 Minuten Zeit zu nehmen als einmal pro Woche eine Stunde. Regelmäßiges Üben ist das Geheimnis Ihres Erfolges. Sie stärken damit nicht nur Ihr Vertrauen in Ihre wachsende spirituelle Entwicklung, sondern schulen gleichzeitig auch Ihre persönliche Disziplin (eine wichtige Voraussetzung für den spirituellen Weg). Führen Sie aber Ihre spirituelle Arbeit nur mit Lust und Freude aus. Wenn Sie sich einmal nicht in Stimmung fühlen, so lassen Sie es besser sein. Gönnen Sie sich in solchen Momenten etwas, was Ihnen Spaß macht. Damit verwöhnen Sie Ihre Seele weit mehr als mit einer erzwungenen Meditation. Ein fröhliches Zusammensein im Freundeskreis ist heilvoller als eine spirituelle Pflichtübung. [...] Jeder unserer Gedanken, jedes unserer Gefühle, die wir in unsere Umgebung hinausprojizieren, ist eine Energieform, die wir Elemental nennen. Elementale sind Gedanken- und Gefühlsformen, die über Energie, Gestalt, Macht und ein eigenes Leben verfügen. Hellsichtige Menschen können die vielfältigen Formen und Farben der Elementale wahrnehmen. [...] Ob wir uns verbal und gefühlsmäßig äußern oder die Gedanken nur mental bilden, ohne sie auszusprechen, und die Gefühle in uns behalten, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Die Macht und die Wirkung der Elementale ist nämlich dieselbe, ob wir etwas nur denken oder ob wir es auch aussprechen oder danach handeln. Elementale beeinflussen nicht nur andere Menschen, sondern kehren früher oder später immer wieder zu ihrem Ausgangspunkt, d.h. zu ihrem Erschaffer, zurück, um sich auf diese Weise mit neuer Energie aufzuladen. Wer kennt sie nicht, diese Gedanken und Gefühle, die uns abermals wie eine Spirale unablässig umkreisen und sich in uns einnisten. Hier erkennen wir in voller Klarheit und Transparenz das Karma-Gesetz, das Gesetz von Ursache und Wirkung: Was du säst, das wirst du ernten. Für unser praktisches Handeln leiten wir daraus unmittelbar eine Folgerung ab: Für alles, was wir waren, was wir sind und was wir sein werden, sind wir selbst verantwortlich. Unser Leben ist immer die Konsequenz unserer vorangegangenen Gedanken, Wünsche und Handlungen. Heute sind wir das, war wir in der Vergangenheit durch unsere Elementale erschaffen haben. Unsere heutigen Elementale gestalten unser zukünftiges Leben. Denn nach dem Gesetz Gottes versucht jedes Elemental, sich zu verwirklichen. Gefahren auf dem spirituellen Weg Leseprobe aus Kapitel 8 (S. 185-186): Dieses heikle Thema wird von vielen Esoterikern und spirituell interessierten Menschen bewußt oder unbewußt gemieden. Naive «Heile-Welt-»Bilder und durch Institutionen oder Gruppen willentlich vorenthaltenes Wissen unterstützen eine solche ablehnende Haltung. Neben diesen vordergründigen Argumenten verhindern aber letztlich immer tiefe, innere Ängste die Auseinandersetzung mit dem Thema Gefahren auf dem spirituellen Weg. Es sind Ängste vor dem Entdecken der eigenen, ins Unterbewußte verdrängten Seiten. Sie kennen bereits die zentrale Bedeutung der Bewußtwerdung unserer Verhaltensmuster und Schattenseiten sowie die Wichtigkeit, diese in unsere Persönlichkeit zu integrieren. Dieser Schattenintegration kann sich kein Mensch entziehen, der tatsächliche Fortschritte auf dem spirituellen Weg machen will. Sonst entwickeln wir uns zum esoterischen Dandy, der auf der Oberfläche eines Modethemas herumtänzelt. Denn nichtintegrierte Seiten können zum Stolperstein auf dem spirituellen Weg werden. Einige Grundinformationen über die Gefahren auf dem spirituellen Weg gehören für mich aus diesem Grunde zum Basiswissen einer spirituellen Schulung. Ich unterscheide drei Gruppen von Gefahren: • Mißbrauch der eigenen Fähigkeiten Zusammenfassung Leseprobe aus Kapitel 12 (S. 213-216): Trotz materiellen Wohlstands in den modernen Industriegesellschaften verspüren immer mehr Menschen eine innere Leere und Unrast. Daraus entsteht oft ein Bedürfnis nach neuen Werten und Lebensinhalten. Bei vielen Menschen erwacht das Urbedürfnis nach Spiritualität. Das vorliegende Buch zeigt konkrete Möglichkeiten auf, dieses Bedürfnis zu erfüllen. Aufbauend auf den theoretischen Grundlagen eines esoterisch-spirituellen Wissens, vermittelt es dem Leser das Rüstzeug, dieses Wissen im Alltag umzusetzen (Kapitel 1). Den Hintergrund des theoretischen Grundwissens bildet ein spirituelles Weltbild. Dieses geht davon aus, daß das ganze Universum, die ganze Schöpfung einer höheren Ordnung oder höheren Macht unterliegt, die ich hier als Gott bezeichne. Es gibt sehr unterschiedliche Wege und Erfahrungen, die zu dieser Erkenntnis einer höheren Ordnung führen können. Der Mensch als besonderer Teil der Schöpfung ist weit mehr als ein denkendes und fühlendes Wesen aus Fleisch und Blut. Er ist göttlicher Natur und verfügt qualitativ, aber nicht quantitativ, über die gleichen Eigenschaften wie Gott. Deshalb wird er auch als ein göttlicher Funke bezeichnet, vergleichbar einem Wassertropfen im riesigen Ozean des Absoluten. Die menschliche Seele steigt aus ihrer göttlichen Heimat, dem Absoluten, in die Welt der Manifestation und der Polarität hinab. Hier geht sie von Inkarnation zu Inkarnation und sammelt Erfahrungen, bis sie bereichert, als selbstbewußtes Wesen, wieder in die göttliche Heimat zurückkehrt. Dieser Weg der Bewußtseinsentwicklung ist das eigentliche Ziel des Lebens (Kapitel 3). [...] Den Bewußtwerdungsprozeß als eigentlichen Lebenssinn nehmen viele Menschen oft erst durch das Erfahren von Krankheit oder anderen Schicksalsschlägen wahr. Denn Krankheit als Botschaft der Seele ist der Ausdruck einer Unvollkommenheit unseres Bewußtseins, eines inneren Ungleichgewichts. Heilung im ganzheitlichen Sinn kann erst dann erfolgen, wenn die Ursache hinter diesem Ungleichgewicht erkannt und behoben wird. Solche Ursachen sind meist alte, tief eingeprägte Denk- oder Gefühlsmuster. Ihr Erkennen verlangt Objektivität, Einfühlungsvermögen sowie psychologisches Gespür und Wissen. Daher ist vielfach eine Hilfe von außen unumgänglich (Kapitel 5). [...] Der spirituelle Pfad ist nicht immer einfach. Umwege, Rückschläge und schmerzvolle Konfrontationen mit unseren Schattenseiten begleiten ihn ebenso wie Freude, Erfüllung und Liebe. Der spirituelle Weg ist ein Weg der Entwicklung von Demut, Liebe, Achtung, Toleranz, Verantwortungsgefühl, Engagement und Willenskraft. Diese Eigenschaften sind in der heutigen Zeit eher rar geworden. (Kapitel 9). Das auslaufende 20. Jahrhundert stellt an den spirituell tätigen Menschen große Herausforderungen. Wer diese im Sinne eines Lichtarbeiters annimmt, hat die Möglichkeit, in seiner geistigen Entwicklung einen Quantensprung zu vollziehen (Kapitel 11). |
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